Lesestunde

In der Höhle unter dem Hochbett liest der Sohn ein Lustiges Taschenbuch.

Der liebeskranke Eduard klagt indes auf S.121 meines Reclamhefts:

"Verlasse mich jeder, der trockenen Herzens, trockner Augen ist! Ich verwünsche die Glücklichen, denen der Unglückliche nur zum Spektakel dienen soll. Er soll sich in der grausamsten Lage körperlicher und geistiger Bedrängnis noch edel gebärden, um ihren Beifall zu erhalten; und damit sie ihm beim Verscheiden noch applaudieren, wie ein Gladiator mit Anstand vor ihren Augen umkommen."

(Goethe: Die Wahlverwandtschaften)

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Zwei Argumente hört man: Erstens wird bei einem sinkenden Preisniveau die reale Schuldenlast der finanziell angeschlagenen Krisenländer größer. Zweitens, so heißt es, führe eine Deflation in eine wirtschaftliche Abwärtsspirale. Verbraucher verschieben Ausgaben, weil sie auf weiter sinkende Preise hoffen. Auch EZB-Chef Mario Draghi hat diese These von der spekulativen Konsumzurückhaltung schon vorgebracht. Aber stimmt sie denn wirklich? Die These steht auf wackeligen Beinen. Das zeigt eine neue empirische Studie des Instituts für Weltwirtschaft (IfW): Eine fallende Nachfrage bei sinkenden Preisen ist keineswegs die Regel, sondern eher die Ausnahme. In der Realität ist häufiger eine steigende Nachfrage bei sinkenden Preisen zu beobachten.